Abgefülltes Wasser, eine Katastrophe für Mensch und Umwelt

Immer mehr Menschen verwenden abgefülltes Wasser als Trinkwasser. Der Grund hierfür sind meist Bedenken an der Qualität des Leitungswassers oder der Wunsch nach besonderen Inhaltsstoffen. Das ist ein Mythos. Leitungswasser ist häufig von besserer Qualität als abgefülltes Wasser. Zudem kann abgefülltes Wasser nach Anbruch der Flasche verderben. Als vermeintlicher Durstlöscher ist abgefülltes Wasser eine Katastrophe für Mensch und Umwelt.

Für die mehr als 150 Milliarden Liter, die pro Jahr in PET-Flaschen abgefüllt werden, werden mehr als 3 Millionen Tonnen Plastik benötigt. Für die Produktion und den Transport der leeren bzw. vollen Flaschen werden enorme Energie- und Rohstoffmengen verschlungen und eine gigantische Menge an CO2 in die Atmosphäre abgegeben.

In vielen Teilen der Erde werden PET-Flaschen nach dem Gebrauch nicht recycelt, sondern wachsen zu immer größeren Müllbergen heran.

Abgefülltes Wasser ist überflüssig. Das Geld, die Energie und der Aufwand sollten besser für die Wasserversorgung in Gebieten mit chronischer Wasserknappheit investiert werden.

Umweltrelevante Folgen weggeworfener Wasserflaschen

  • Weltweit werden täglich über 200 Millionen Wasserflaschen weggeworfen.
  • Für die Produktion einer Plastikflasche werden 200 ml Erdöl verbraucht.
  • Die gleiche Menge Erdöl, die für 10 000 Flaschen verbraucht wird, würde genügen, um ein Jahr lang Auto zu fahren.
  • Bei der Produktion von Plastikflaschen fallen enorme Mengen an Treibhausgasen an.
  • Weltweit werden täglich Millionen Liter Kraftstoff für den Transport von Wasserflaschen vergeudet
  • Vor allem kommt praktisch jede unabhängige Untersuchung zu dem Ergebnis, dass in Flaschen abgefülltes Wasser durch Bakterien und/oder synthetische Chemikalien verschmutzt ist.